Latein geriet zum Städtekampf Leipzig gegen Brno

23. Internationale Frühlingsturnier im Automobilmuseum Da Capo

Dawid Debski/Kamila Szalega (Foto: R. Unger)
Dawid Debski/Kamila Szalega (Foto: R. Unger)

am Samstag dem 29. März 2025 fand das 23. Frühlingsturnier mit Ball des TC Rot-Weiß Leipzig in der Eventhalle des Automobilmuseums Da Capo statt. Erneut nahmen zwei Paare des befreundeten Vereins „DSP Kometa“ Brno in Tschechien und zwei Paare aus Polen an den Turnieren teil. Die langjährige Partnerschaft des TC Rot-Weiß Leipzig mit dem DSP Kometa Brno, die seit 2017 besteht, wurde damit weiter vertieft. Auch im Herbst 2025 ist geplant, eine Leipziger Mannschaft zum Partners-Cup, der im Rahmen der Brno Open stattfindet, zu entsenden. Durch kurzfristige Absagen von drei Paaren im Lateinbereich, wurde das diesjährige Lateinturnier zum Städtevergleich zwischen dem TC Rot-Weiss Leipzig und dem DSP Brno. Neben den zwei Paaren aus Tschechien nahmen gleich vier Lateinpaare aus den Reihen des gastgebenden Leipziger Vereins TC Rot-Weiß am Turnier teil.

Trotz immer schwieriger werdenden Rahmenbedingungen gelang es erneut diese Traditionsveranstaltung in hoher Qualität durchzuführen. Die Gästezahl blieb gegenüber dem Vorjahr konstant. Den Organisatoren des Turniers gelang es jedoch die Zahl der Unterstützer und deren finanzielles Engagement erneut zu erhöhen und damit die Kosten der Veranstaltung zu decken.  

Zehn Turnier-Paare gingen in der Standarddisziplin an den Start. Nach der ersten Wertung sah es so aus, als könnte es einen Durchmarsch für Pascal Etzold/Cindy Jörgens geben. Denn der Langsame Walzer ging mit dreimal Platz 1 an das sympathische Berliner Paar. Doch schon den Tango gewann das Paar Dawid Debski/Kamila Szalega vom Dance Club Zielena Gora aus Polen, obwohl keine einzige 1 in ihrer Wertung zu finden war. Bis zum Quickstep blieb es äußerst spannend, denn jeweils zwei Tänze gingen zuvor an das Paar aus Berlin und jeweils zwei an das Paar aus Polen. Letztlich sicherte sich das polnische Paar hauchdünn den Sieg, welcher mit nur einer 1 mehr auch an das Berliner Paar hätte gehen können. Eine ähnlich spannende Entscheidung entwickelte sich zwischen Cedrik Heinrich/Luana Giersbeck aus Maintal in Hessen und Oleksandr Skorianikov/Polina Beloedova aus Erlangen beim Kampf um Platz 3. Dieser ging ebenfalls äußerst knapp an das Paar aus Hessen. Platz 5 und 6 belegten die beiden Vertreter des gastgebenden Vereins TC Rot-Weiß Maksym Mitiev/Michelle Uciteli sowie Till Retzbach/Kati Richter.

Maksim Mitiev/Michelle Uciteli (Foto: R. Unger)

Das Starterfeld des Lateinturniers dezimierte sich durch zwei Absagen schon im Vorfeld auf nur sieben Paare. Während des Standardturniers verletzte sich ein weiteres Paar, sodass nur sechs Paare übrigblieben, zwei davon vom DSP Kometa Brno und vier vom TC Rot-Weiß Leipzig. Turnierleiter und Präsident des TC Rot-Weiß Leipzig, Sven Handschuh, rief damit zum „Städtekampf“ der beiden Partnerstädte Leipzig und Brno auf.  Im Gegensatz zum Standartturnier war in Latein von Anfang an alles klar. Mit fünf gewonnenen Tänzen sicherten sich Maksim Mitiev/Michelle Uciteli den Sieg vor ihren Vereinskameraden Hermann Seyffahrt/Berenike Reech, die alle zweiten Plätze für sich verbuchen konnten. Mit allen dritten Plätzen komplettierten Phillip Diaz/Lilly Retzbach ebenfalls vom TC Rot-Weiß das Podest und sorgten damit für ein Novum in der 24-jährigen Geschichte der Veranstaltung. Platz 4 ging klar an Jakub Zarybnicky/Veronika Hegrova aus Brno vor Paul Maskow/Maria Bem, ebenfalls vom TC Rot-Weiß, und Lukas Kapounek/Lucie Kralova aus Brno. Die Publikumswertung, die traditionell mit dem Gewinn eines Oldtimer-Modells verbunden ist, ging in diesem Jahr an Hermann Seyffarth/Berenike Reech.

Siegerehrung mit allen Finalpaaren (Foto: R. Unger)
Siegerehrung mit allen Finalpaaren (Foto: R. Unger)

Das Rahmenprogramm wurde wie immer von Mitgliedern des TC Rot-Weiß Leipzig gestaltet. Eröffnet wurde der Abend mit einer Darbietung der Kindergruppe „Tanzelfen“ sowie von Marven Stüber/Alina Burnusus und Maksim Tronin/Anna Zinnyk, zwei Turnierpaaren der Kinder C-Klasse. Nach der Vorrunde Standard begeisterte die JMC-Formation „Cavalettas“ und nach der Endrunde die Formation „Aquilas“ das Publikum. Auch die Orientalischen Tänzerinnen des „Ensembles Lina“ mit ihrer Trainerin, Franziska Fink, durften bei der 23. Auflage der Veranstaltung natürlich nicht fehlen. Mit zwei professionell dargebotenen Tänzen zeigten sie, warum sie in 2023 und 2024 mehrfache Deutsche Meister im Orientalischen Tanz geworden sind.  

Die Gästetanzrunden begleitete nach langer Zeit wieder einmal das Moonlight-Orchestra aus Erfurt unter der Leitung von Dagmar Meffert. Mit dem Wunsch auch die 24. Auflage im Jahr 2026 miterleben zu dürfen, verließen die meisten Gäste am späten Abend das Da Capo.

Sven Handschuh

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